Reinhard Stumpf im Gespräch mit Lars Kissner

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Am Donnerstag, den 08.02.2018, stellte sich Reinhard Stumpf den Fragen von Lars Kissner im Kickers-Fanradio. Mit der ihm eigenen Leidenschaft hat er dabei seine Grundgedanken zu seinem langfristig orientierten Kickers-Engagement als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) auf Basis seiner fußballerischen Vita geschildert. Und sein Weg als Fußballer ist ein sehr beeindruckender!

Als B-Jugendlicher wechselte der 1961 in Lieblos/Kreis Gelnhausen geborene Reinhard Stumpf von Hanau 93 erstmals zum OFC, wo er dann u. a. von Hermann Nuber in der A-Jugend trainiert wurde und dort auch mit dem „legendären Kopfballpendel“ Bekanntschaft machte. Manchmal muss man, um weiter zu kommen, auch einen kleinen Umweg gehen: So ging es zunächst im Seniorenbereich zur SpVgg Dietesheim (1980 – 1984), um dann in der Saison 1984/85 wieder zum OFC zurückzukehren (2. Liga). Nach einem einjährigen Gastspiel beim KSC ging es 1986 wieder zurück zum OFC, mit dem er dann 1987 – gemeinsam mit seinen Kumpels Thomas Kloss, Stefan Schummer et al. – wieder in die 2. Liga aufstieg. Nach dem sagenumwobenen Lizenzentzug 1989 ging es zum 1. FC Kaiserslautern in die 1. Bundesliga, mit dem er 1990 Pokalsieger und ein Jahr später sogar Deutscher Meister wurde.

Seine erfolgreiche aktive Laufbahn als Spieler führte ihn dann zu Galatasaray nach Istanbul (1992 – 1994), dem 1. FC Köln (1994 – 1996), nach Sendai/Japan und zum Abschluss 1997 noch zu den 96ern nach Hannover. Nahtlos ging es dann mit der Trainerkarriere weiter: Von 1997 bis 2004 war er in wechselnder Funktion als Co-Trainer und Trainer beim 1. FC Kaiserslautern. Hier lernte er 2002 auch den früheren belgischen Nationalspieler Eric Gerets kennen, der für Reinhard Stumpf – genauso wie zuvor Otto Rehhagel – einen sehr prägenden Einfluss auf seine zweite Karriere als Trainer hatte. Mit Eric Gerets arbeitete er – mit einer kleinen Unterbrechung – bis 2010 zusammen (nach der FCK-Zeit beim VfL Wolfsburg 2004/05, Galatasaray Istanbul von 2005 bis 2007 und danach in Saudi-Arabien). Die weiteren Trainer- Stationen von Reinhard Stumpf waren in der Folge Tunesien (2011), Wacker Burghausen (2012) und ab 2013 wieder in Saudi-Arabien.
Und nun schließt sich nach sehr vielen Jahren der Kreis eines „bodenständigen Weltenbummlers“: Hier bei den Offenbacher Kickers, wo Reinhard Stumpf seine Karriere begann und Lizenzspieler wurde, möchte er nun seine Werte, seine Grundphilosophie („Disziplin, Kommunikation und Teamgedanke sind die Schlüsselfaktoren im Fußball“) und seine vielfältigen Erfahrungen einbringen. Primat seines Denkens und Handelns ist es, die jungen Spieler in Gänze zu entwickeln, die Mannschaften in der jeweils höchsten Liga zu etablieren und damit das sportliche Fundament des OFC wieder auf eine breite Basis zu stellen. Ziel ist es dabei, unseren Jugendspielern den Sprung in den Lizenzspielerbereich zu ermöglichen – ein ganz zentraler Baustein, um den OFC wieder in den höheren Gefilden des deutschen Fußballs zu etablieren.

Das Jahr 2018 ist dabei noch ein Übergangsjahr, in dem Reinhard Stumpf seine endgültige Rückkehr aus Saudi-Arabien vorbereitet bzw. abschließen wird. Aber er steht bereits jetzt mit Rat und Tat zur Verfügung, führt viele persönliche Gespräche mit Trainern sowie Mitarbeitern vor Ort im NLZ und generiert viele Informationen über die letzten Jahre, um hieraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen und die entsprechenden Weichen stellen zu können. Ab 2019 heißt es dann 100 % Konzentration und Kraft ausschließlich für die langfristig angelegte Arbeit im NLZ der Offenbacher Kickers.

Welcome back, Reinhard Stumpf – und viel Glück für die so immens wichtige Jugendarbeit bei „Deinen Kickers“!

Weitere interessante Details, schöne Bilder und Berichte finden Sie/findet Ihr unter www.reinhardstumpf.de